DIY

DIY-Betonschale

Selbst gemachte Schale aus Beton

Beton-Artikel sind nicht nur Trend, sie überzeugen gleichzeitig mit Langlebigkeit und einer zeitlosen Optik. Falls du Spaß daran hast Geschenke selbst zu machen, könnte die nachfolgende Anleitung für eine Do-it-yourself Beton-Schale genau das Richtige sein. Wir zeigen dir, wie du mit einer einfachen Mischung aus Quarzsand, Zement und Wasser eine formschöne Schale herstellen kannst. Sie eignet sich hervorragend als stilvolles Geschenk zu Weihnachten, Geburtstagen und vielen anderen Anlässen

Werkzeug und Material:

Beim Auswählen der Formen musst du bedenken, dass du eine Gieß- und eine Gegenform brauchst. In die Gießform wird der fertige Beton später hineingegossen. Die Gegenform wird in den Beton gedrückt, um am Ende die gewünschte Form einer Schale zu erhalten. Daher benötigst du eine etwas größere Schale und eine zweite, die gut hineinpasst. Probiere verschiedene Varianten aus und prüfe genau, ob die beiden Schalen beziehungsweise Schüsseln hinsichtlich ihrer Form harmonieren. Wir haben zwei Plastik-Schüsseln zum Gießen der Schale eingesetzt.

Wichtig: Glas oder ähnlich zerbrechliche Materialien eignen sich nicht für Beton-Artikel! Glas verbindet sich mit Beton, wodurch sich die Formen nach der Trockenzeit nicht mehr lösen lassen!

Während du beim Zement nichts besonders beachten musst, solltest du beim Quarzsand zu Naturprodukten greifen, um dich und die Umwelt zu schonen. Wir haben uns für ein Produkt mit einer Körnung von 0,1 bis 0,4 mm entschieden. Das ist ein sehr feiner Quarzsand.

Schritt 1 – Formen ölen

Bevor du mit den Vorbereitungen des Betons beginnst, solltest du die Formen zum Gießen des Materials vorbereiten. Dazu diese überall dort mit Speiseöl einfetten, wo sie mit Beton in Berührung kommen. Das gilt sowohl für die eigentliche Gießform, als auch für die Gegenform.

Schritt 2 – Zement und Quarzsand mischen

Beton wird aus einer Mischung aus Zement, Quarzsand und Wasser hergestellt. Zuerst werden Zement und Quarzsand gemischt. Um auf ein kompliziertes Abwiegen der Materialien verzichten zu können, verwende am besten eine Schöpfkelle oder ein anderes Zubehör, um stets die gleiche Menge aus den Zement- und Quarzsand-Säcken entnehmen zu können. Mit dieser Methode kann nichts schiefgehen. Das Mischverhältnis zwischen Zement und Quarzsand beträgt 1:2. Du mischst somit immer einen Teil (1 Schöpfkelle) Zement mit zwei Teilen Quarzsand (2 Schöpfkellen).

Für ein perfektes Ergebnis und ein komfortables Anrühren des Betons gehe folgendermaßen vor:

  1. Stelle dir einen sauberen Eimer bereit.
  2. Gebe eine Schöpfkelle Zement in diesen Eimer.
  3. Dann gebe darüber zwei Schöpfkellen Quarzsand.
  4. Nun wieder eine Schöpfkelle Zement und dann wieder zwei Schöpfkellen Quarzsand.
  5. Hast du ausreichend Material im Eimer, nehme die Kelle zur Hand und rühre die beiden Komponenten gründlich um, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.

Der Vorteil an dieser Vorgehensweise ist, dass durch das abwechselnde Einfüllen von einem Teil Zement und zwei Teilen Quarzsand bereits eine gute Mischung zustande kommt. Du schichtest die Komponenten bereits beim Einfüllen gleichmäßig. So fällt das anschließende Verrühren mit der Kelle sowie das Mischen mit Wasser leichter.

Wie viel Masse du mischen musst, hängt individuell von der Größe der Schale ab, die du herstellen möchtest. Wir können dir daher keine genauen Angaben zum Mengenverhältnis geben. Aber das ist gar kein Problem.

Wir empfehlen:

Unsere Schale hat einen Durchmesser von 28 cm und eine Höhe von 7,5 Zentimeter. Sollte deine Form eine ähnliche Größe haben, solltest du zunächst eine Portion von maximal vier Schöpfkellen Zement und acht Schöpfkellen Quarzsand mischen. Bedenke, dass das Mischen umso schwerer fällt, je mehr Material du im Eimer hast. Bereite lieber zwei Portionen nacheinander zu und fülle zunächst eine Portion in die Gießform. Dann siehst du ungefähr, ob du noch Masse brauchst, oder ob es vielleicht schon reicht. Wegen der Trocknung brauchst du dir keine Sorgen machen. Zwar solltest du auch nicht trödeln, aber so schnell trocknet der Beton nicht. Du hast also ausreichend Zeit, um noch eine zweite Ladung Beton zu richten, um die gewünschte Menge in die Gießform zu bekommen.

Tipp: Rühre die beiden Materialien stets vorsichtig und in Ruhe um. So vermeidest du, dass es zu sehr staubt! Achte darauf, dass du diese Arbeit im Freien an einer gut belüfteten Stelle erledigst. Du solltest nicht unnötig viel von dem Staub einatmen. Im Idealfall trägst du eine Schutzmaske.

Schritt 3 – Wasser unterrühren

Sind Sand und Zement gründlich vermengt, fügst du Wasser hinzu. Auch hier kann man keine exakte Menge angeben, da es auf die Materialien ankommt und auch auf die Feinheit des Quarzsandes. Ganz wichtig beim Herstellen von Beton ist, dass man Wasser sehr behutsam dazugeben sollte. Denn wer einmal zu viel Wasser untermischt, hat Schwierigkeiten mit dem Nachfüllen von Zement und Sand die nötige Konsistenz zu erzielen. Gebe deshalb immer nur ein bisschen Wasser in den Eimer und rühre die Masse erst einmal gründlich um. Mit einer Kelle klappt das am besten. Zu Beginn kannst du gerne etwas mehr Wasser hinzufügen, aber dann musst du sehr vorsichtig sein.

Die Konsistenz ist perfekt, wenn der Beton beim Hochheben und Abkippen der Kelle leicht und schnell herunterflutscht. Beim Umrühren sollte sich Beton ungefähr so anfühlen wie ein etwas zu fest geratener Rührteig : )

Schritt 4 – Beton gießen

Jetzt gießt du die Betonmasse vorsichtig in die eingefettete Schüssel/Schale. Prüfe nun, ob die Menge reicht, in dem du die gefettete Gegenform in den Beton drückst. Diesen Check solltest du machen bevor du noch mehr Beton herstellst, denn erst durch das Eindrücken der Gegenform kannst du sehen, wie hoch der Beton tatsächlich steigt. Denke daran, dass die Gegenform eine Menge Material verdrängt! Falls noch etwas fehlt, wie unter Punkt 2 und 3 beschrieben, eine weitere Ladung Beton mischen und nachfüllen.

Schritt 5 – Gegenform beschweren

Damit die Gegenform an der gewünschten Stelle bleibt, musst du diese mit Gewicht beschweren. Wir haben mehrere Dinge ausprobiert und am leichtesten fällt es mit groben Kieselsteinen. Hiermit kannst du die Form sehr genau ausbalancieren. Achte darauf, dass die Gegenform weder zu weit oben schwimmt, noch zu tief. Schließlich braucht die Schale einen ordentlichen Boden und Rand, damit sie stabil und belastbar wird.

Schritt 6 – Warten

Jetzt heißt es warten. Wir haben unsere Schale rund vier Tage durchtrocknen lassen. Sicherlich ist das nicht unbedingt nötig, aber selbstangerührter Beton benötigt in der Regel etwas länger als Fertig-Beton und der braucht bereits zwei Tage Trocknungszeit. Lasse die Schale daher lieber einen Tag länger stehen, um nicht zu riskieren, dass sie beim Lösen zerbricht.

Schritt 7 – Formen lösen

Abhängig von der Mischung, der Oberfläche der Formen sowie dem Einfetten kann es mehr oder weniger leicht gehen die Schale von den Formen zu befreien. Am einfachsten klappt´s, wenn du ausreichend Polster auf den Boden legst (z.B. ein sehr dickes altes Sitzkissen oder ähnliches) und darauf die Gießform mit der Beton-Schale vorsichtig umdrehst.

Gehe hierbei sehr behutsam vor. Während manche Schalen einige Minuten und leichtes Drücken der Form zum Herauslösen benötigen, flutschen andere Modelle unmittelbar nach dem Umdrehen raus. Löst sich der Beton nicht sofort, lasse die Form mit der Schale einfach einige Minuten umgedreht auf dem Polster liegen. Vielleicht plumpst sie gleich von allein raus. Wenn nicht, einfach an der Form leicht drücken. Oft fehlt der Schale nur ein kleiner Schubser damit Luft zwischen Form und Beton gelangt. Ist es soweit, löst sich der Beton in der Regel sehr schnell. Bedenke, dass die Schale einiges an Gewicht hat. Passe also auf deine Finger auf!

Schritt 8 – Schale trocknen lassen und schleifen (plus streichen)

Es kann sein, dass die Schale noch ein wenig feucht ist. Das liegt daran, dass sich Feuchtigkeit innerhalb der Formen sammelt. Lasse die Schale vor dem Schleifen durchtrocknen.

Anschließend kannst du die Kanten mit grobem und anschließend feinem Schleifpapier schleifen. Die Flächen außen sowie innen, musst du in der Regel nicht schleifen, da sie bereits glatt sind.

Deko-Idee: Wenn du die Schale farblich gestalten möchtest, kannst du das nach dem Schleifen machen. Herkömmliche Acrylfarbe oder Vollton- und Abtönfarbe eignen sich gut. Mit dem Pinsel an den gewünschten Stellen auftragen und trocknen lassen.

Schritt 9 – Schale befüllen und verpacken

Jetzt ist dein selbst gemachtes Geschenk fertig zum Verpacken. Wenn du magst, kannst du noch ein paar Kleinigkeiten besorgen und diese in die Schale legen.

Verpacke den Beton-Artikel beispielsweise mit transparentem Geschenkpapier, um es dekorativ in Szene zu setzen. Möchtest du nicht, dass deine Lieben sofort sehen, um was es sich handelt, nimmst du buntes Geschenkpapier. Mit einer breiten Schleife wird das Geschenk perfekt!

Diese Schale kann man Bepflanzen, zum Dekorieren verwenden oder als Obstschale einsetzen. Den Einsatzmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Sie wirkt sowohl in der Wohnung als auch auf Balkon oder Terrasse sehr attraktiv.

Wir wünschen dir gutes Gelingen : )

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Ein DIY-Tutorial von Gabriele Klose

Gabriele Klose

Gabriele Klose ist seit 2011 selbstständige Webworkerin und Gesellschafterin der bohnline Medienservice GbR. Seither beschäftigt sie sich hauptberuflich mit der Texterstellung für zahlreiche Unternehmen. Gleichzeitig führt sie mehrere Blogs, darunter das Wohnmagazin wohncore.de. Dort lebt sie ihre Leidenschaft für Do-it-yourself, Dekoration und Ordnung aus. Mit Kreativität entwickelt sie regelmäßig neue Ideen und realisiert sie in individuellen Projekten.

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