DIY

DIY-Willkommens-Schild

Selbst gemachte Holz-Dekoration für die Haustür

Du möchtest Freunde überraschen, die gerade in ein Haus gezogen sind oder brauchst für Verwandte beziehungsweise Bekannte ein Geschenk zur Einweihungsparty? Mit etwas Zeit kannst du ein dekoratives Element aus Holz herstellen, das sich perfekt für den Eingangsbereich eignet, um künftige Gäste willkommen zu heißen. Was du dafür brauchst und wie du vorgehst, erfährst du in der folgenden Bauanleitung.

Du benötigst:

Ein Balkonbrett findest du ihn vielen Baumärkten. Neben schlichten Formen gibt es verschnörkelte Alternativen mit hübschen Rundungen oder Verzierungen. Schaue dich vor Ort um, sicherlich fällt dir ein passendes Holzstück in die Hände. Das Brett, das als Fuß zum Einsatz kommt, kannst du dir in Baumärkten oder im Holzfachhandel fertig zusägen lassen.

Als Orientierung hier die Maße unserer Bretter:

  • Maße Balkonbrett:  ca. 11,5 x 93 cm (BxH)
  • Maße Holzfuß:   24 x 15 x 2,5 cm (LxBxH)

Ein Fuß ist übrigens nicht zwingend erforderlich. Das Willkommen-Schild lässt sich auch ohne an einer Hauswand anlehnen. Mit Fuß ist das Geschenk allerdings flexibler einsetzbar, weil es sich unabhängig vom Hintergrund überall aufstellen lässt. 

Schritt 1 – Zuschnitt

Damit das Balkonbrett später direkt auf den Holzfuß geschraubt werden kann, musst du die untere Seite leicht schräg absägen oder abschleifen. Lege dazu fest, in welchem Winkel du die beiden Hölzer miteinander fixieren willst und zeichne mit Bleistift die entsprechende Linie auf das Holz. Säge das Holz sauber ab beziehungsweise schleife es.

Schritt 2 – Loch bohren

Jetzt werden die beiden Löcher zum Verbinden der beiden Holzelemente im Fuß des Ständers vorgebohrt. Nimm dafür einen passenden Bohrer entsprechend der Schrauben-Größe. Achte darauf, dass die Schrauben lang genug sind. Fixiere das Brett und bohre die Löcher schräg vor. Wichtig ist, dass der Winkel stimmt. Nur so lässt sich das Balkonbrett später in der gewünschten Position befestigen. Die schräge Anordnung verleiht dem Schild eine dekorativere Optik. Bohre zunächst ein kleines Stück gerade ins Holz, damit der Bohrer Halt hat. Dann schräg ansetzen und das Holz durchbohren. Falls dir das zu aufwändig ist, kannst du die Bretter alterativ gerade miteinander verschrauben.

Schritt 3 - Schleifen

Um die Kanten zu glätten, werden die beiden Hölzer geschliffen. So entfernst du abstehende Holzstückchen, die ansonsten eine Verletzungsgefahr darstellen und das Gesamtergebnis schmälern.

Schritt 4 – Streichen

Streiche das Holz nun von allen Seiten mit einer gewünschten Farbe. Wir haben uns für weiß entschieden, weil das Deko-Objekt damit neutral bleibt und zu jeder Art von Haus beziehungsweise Stilrichtung passt. Falls deine Lieben eine Lieblingsfarbe haben oder du genau weißt, dass eine bestimmte Farbe perfekt passen würde, findest du diese sicherlich im Baumarkt oder einem gut sortierten Bastelgeschäft. Lasuren und Lacke gibt es für Holz in zahlreichen Nuancen. Falls das Willkommen-Schild später im Regen stehen wird, solltest du zu einem wetterfesten Material greifen. Ansonsten verwittert das Geschenk schnell und das wollen wir ja nicht ; )

Mit der von uns gewählten Lasur müssen wir mehrmals streichen, bis wir das gewünschte Ergebnis haben. Das ist bei einer derartigen Dünnschichtlasur in der Regel normal. Sie dringt tief in das Holz ein. Ein Lack hingegen deckt oft bereits beim ersten Anstrich. Hier kannst du Zeit sparen. Lasuren haben den Vorteil, dass die charakteristische Holzstruktur erkennbar bleibt. Lacke verdecken diese oft komplett.

Das Holz nach dem Streichen gut trocknen lassen!

Schritt 5 – Schriftzug auswählen / drucken

Während die Farbe trocknet, kannst du dich schon mal um den Schriftzug kümmern. Diesen legst du am Computer an und speicherst diesen spiegelverkehrt sowie hochkant. Mit einem Laserdrucker ausdrucken. Du kannst hierbei ganz normales Druckerpapier nehmen und den Schriftzug in einer beliebigen Farbe ausdrucken. Auch in Sachen Schriftart, Größe und Anordnung bist du völlig frei. Zur Orientierung: Unser „W“ für das „Willkommen“ misst eine Breite von 7 und eine Höhe von 5 Zentimetern.

Wir haben das Wort „Willkommen“ in drei Teile aufgeteilt, da es sich nicht aneinanderhängend ausdrucken lässt. Das ist aber nicht weiter schlimm, da sich das Übertragen so komfortabler gestaltet. Schließlich kannst du nicht zehn Buchstaben gleichzeitig föhnen...

Schritt 6 – Transfer durchführen

Jetzt wird es spannend, denn nun wird der Schriftzug mit dem Transfer Potch auf das Holz übertragen. Das sind die beiden Produkte, die wir für den Transfer beziehungsweise zum Lackieren der Schrift verwendet haben:

Du pinselst zum einen die Holzstellen mit dem Transfer Potch ein, auf der später die Schrift zu sehen sein soll, zum anderen die ausgedruckten Buchstaben auf der Druckseite. Die bedruckte Seite nach unten auf die gewünschte Stelle legen und möglichst gerade platzieren.

Mit einer Rakel oder ähnlichem glättest du anschließend das Papier. Es dürfen keine Luftbläschen mehr zwischen Papier und Holz sein, da sie den Transfer verhindern. Streiche das Papier gründlich glatt und entferne den überschüssigen Transfer-Potch vollständig mit Küchenpapier. Je weniger Rückstände auf dem Holz zurückbleiben, desto besser das Ergebnis! Zum Schluss haben wir noch mit den Fingern über die Buchstaben gestrichen, um jegliches Risiko für kleine Luftbläschen auszuschließen. Direkt im Anschluss die Buchstaben zehn Minuten mit dem Fön trocknen.

Das Ganze sollte nach dem Föhnen ausreichend Abkühl- und Trockenzeit erhalten. Auf dem Potch-Behälter steht zwar, dass es auch mit 10 Minuten Föhnen getan ist, doch wir raten dir nach dem Föhnen das Material noch ein bis zwei Stunden trocknen zu lassen. Dann kannst du sicher sein, dass alles klappt und die Übertragung gelingt.

So sollte es im Idealfall aussehen: Glatt gestrichenes Papier ohne Reste des Transfer Potch auf dem Holz:

Nach dem Trocknen wird das Papier mit einem Schwämmchen und klarem Wasser vorsichtig entfernt. Dazu das Papier befeuchten und mit der feinen Schwammseite rubbeln. Du darfst aber nicht zu stark rubbeln, da die Gefahr besteht, Teile der Farbe zu entfernen. Taste dich besser an das Ergebnis heran, statt zu viel Kraft anzuwenden und sich dann darüber ärgern zu müssen, dass Buchstaben nicht mehr einwandfrei sind.

Das Holzschild soll einen Shabby-Look bekommen? In diesem Fall wäre es stattdessen sogar passend, wenn die Farbe an gewissen Stellen leicht abgerubbelt wird. Auch wir haben bewusst einige Gebrauchsspuren eingearbeitet, um dem Schild einen Vintage-Charakter zu verleihen.

Versuche das Druckerpapier möglichst gründlich zu entfernen. Wundere dich aber nicht: Ein leichter weißer Schleier von Papier wird dennoch bleiben. Dieser verschwindet gleich dank Überzugslack.

Im Idealfall befindet sich das „Willkommen“ nun auf dem Holz und der Transfer hat somit funktioniert : ) Lasse das Ganze gründlich trocknen.

Schritt 7 – Lackieren

Zum Schluss lackierst du den Schriftzug mit Überzugslack. Dieser versiegelt die Oberfläche nicht nur und macht sie wasserdicht, er entfernt auch die unschönen Papierüberreste auf der Schrift und intensiviert die Schriftfarbe. Nun folgt eine weitere Trockenphase bis das selbst gemachte Geschenk fast fertig ist.

Schritt 8 – Verschrauben

Der letzte Arbeitsschritt besteht darin die Holzteile miteinander zu verschrauben. Mit Akkubohrer klappt das bequem.

Schritt 9 – Füße anbringen

Das Schild wird draußen aufgestellt und es könnte passieren, dass es durch Regen regelmäßig auf feuchtem Untergrund steht? Empfehlenswert wäre zum Schutz des Holzfußes das Befestigen von vier selbstklebenden Silikonfüßen. Die lassen sich direkt am Holz fixieren und verhindern, dass das Holz von unten dauerhaft nass wird. Für das Aufstellen in Innenräumen wäre das nicht notwendig. 

Wir finden, dieses Willkommen-Schild braucht keine Verpackung! Eine hübsche Schleife dran binden oder mit ein paar Blumen übergeben und fertig ist das DIY-Einweihungsgeschenk : )

Wir wünschen dir viel Freude beim Basteln und Schenken!

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Ein DIY-Tutorial von Gabriele Klose

Gabriele Klose

Gabriele Klose ist seit 2011 selbstständige Webworkerin und Gesellschafterin der bohnline Medienservice GbR. Seither beschäftigt sie sich hauptberuflich mit der Texterstellung für zahlreiche Unternehmen. Gleichzeitig führt sie mehrere Blogs, darunter das Wohnmagazin wohncore.de. Dort lebt sie ihre Leidenschaft für Do-it-yourself, Dekoration und Ordnung aus. Mit Kreativität entwickelt sie regelmäßig neue Ideen und realisiert sie in individuellen Projekten.

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