DIY

DIY – Teelichthalter verschenken

Selbst gemachtes Geschenk aus Beton

Eine Kerze strahlt zu jeder Jahreszeit und zu jedem Anlass eine gemütliche Atmosphäre aus. Egal ob im Wohnzimmer, auf der Terrasse oder im Badezimmer. Besonders praktisch sind Teelichthalter. Sie lassen sich überall komfortabel aufstellen und ständig auffüllen. Deshalb eignen sich Teelichthalter optimal zum Verschenken. Besonders persönlich und originell sind selbst gemachte Modelle. Sie zeigen deinen Lieben, dass du keine Mühe scheust und gerne deine Zeit für eine kleine Aufmerksamkeit investierst. Wir zeigen dir, wie du aus Bastelbeton ganz einfach eigene Do-it-yourself Teelichthalter herstellst. Wie immer Schritt für Schritt! Ergänzend dazu haben wir eine kleine Beton-Schale kreiert, die dir als Inspiration für weitere DIY-Präsente dienen kann.

Erforderliche Materialien:

  • Bastelbeton
  • Wasser
  • ein Behälter zum Mischen
  • Spatel oder Holzstab zum Verrühren
  • Formen aus Kunststoff, Karton usw.
  • Speiseöl
  • Steine zum Beschweren
  • Schleifpapier
  • evtl. Pinsel
  • evtl. Farbe (z.B. Acryl- sowie Vollton- und Abtönfarbe)
  • evtl. Klebeband

Tipps zum Beton

Du kannst den Beton zwar auch selbstständig mit einzelnen Komponenten aus dem Baumarkt anrühren, doch diese Vorgehensweise ist zeitaufwändiger und erfordert etwas Übung, um das richtige Mischverhältnis zu erhalten. Falls du dich mit Beton nicht gut auskennst und die Gestaltung möglichst einfach haben möchtest, empfehlen wir dir gebrauchsfertigen Bastelbeton. Wir haben uns für den Kreativ-Beton der Firma Rayher Hobby entschieden. Dieses Produkt ist staubarm, gebrauchsfertig und schadstofffrei. Reste können über den herkömmlichen Hausmüll entsorgt werden und zum Mischen musst nur noch Wasser hinzufügen. Der Kreativ-Beton ist in verschiedenen Mengen (1 und 2,5 kg sowie 250g) erhältlich. Falls du gleich mehrere Geschenke fertigen möchtest, raten wir zum großen 2,5-kg-Eimer, da der Beton dann gleichzeitig günstiger ist.

Tipps zu Formen

Schau dich in deinem Haushalt um. Sicherlich findest du einige Dinge, die du sehr gut als Formen nutzen kannst. So sparst du dir das Geld für teure Formen aus dem Bastelmarkt. Hier ein paar Anregungen:

  • alte Plastikschüsseln
  • leere Joghurt- und Eisbecher
  • PET-Flaschen
  • Tetrapacks
  • Einwegbecher
  • ausrangierte Kuchenformen aus Silikon oder Metall
  • Kunststoff-Eimer

Schritt 1 – Gießform vorbereiten

Der erste Schritt besteht darin alle Utensilien zurecht zu legen und die Formen vorzubereiten. Denn sobald der Beton angerührt ist, sollte es zügig weitergehen. Die Gießformen musst du mit Speiseöl überall dort einpinseln, wo Beton hingelangt. Diese Fettschicht gewährleistet, dass du den Beton nach dem Trocknen leichter aus den Formen lösen kannst.

Schritt 2 – Beton anrühren

Jetzt wird der Beton angerührt. Das Mischverhältnis lautet bei diesem gebrauchsfertigen Bastel-Beton: ca. 1 Teil Wasser und 10 Teile Beton. Das heißt, dass du beispielsweise bei einem Kilogramm Beton, also 1.000g, ca. 100 ml Wasser hinzufügen müsstest, um die richtige Mischung zu erhalten. Bleib hierbei aber flexibel, es kann immer sein, dass du noch etwas mehr Wasser oder Beton hinzufügen musst, bis die Konsistenz perfekt passt.

Ähnelt die Konsistenz einem festeren Rührteig, ist das Mischverhältnis ideal. Zu erst das Wasser in einen Behälter geben, anschließend den Beton nach und nach hinzufügen. Das Ganze mit einem flachen Holzstab oder einem alten Löffel gründlich umrühren bis eine gießfähige Masse entstanden ist. Bei diesem Bastelbeton sollte die Masse noch 1-2 Minuten ruhen dürfen, bevor sie in Formen gegossen wird.

Schritt 3 – Beton in Formen gießen

Jetzt gießt du den Beton in die gewünschten Formen. Die Menge hängt individuell von den Gefäßen und deinem Vorhaben ab. Denke aber daran, dass der Beton durch das Einbringen der  Gegenformen noch höher wird! Wir haben für die Teelichthalter zwei kleine Kunststoffeimer mit einem Durchmesser von ca. neun Zentimetern verwendet. Diese Eimerchen gibt es zum Beispiel häufig in Supermärkten, weil darin Salate oder sonstige Lebensmittel verkauft werden. Sind die Formen gefüllt, das Ganze noch kurz rütteln damit überschüssige Luft im Beton rausgeht.

Schritt 4 – Gegenformen aufsetzen und beschweren

Da ein Teelichthalter Platz für ein Teelicht bieten muss, benötigst du eine Gegenform. Die sorgt für den nötigen Hohlraum. Nimm ein Teelicht zur Hand und schau dich um, ob du geeignete Formen dafür findest. In unserem Beispiel haben wir uns gegen eine Gegenform und stattdessen für einen Glaseinsatz entschieden. Dieser wird ein fester Bestandteil des Geschenks. Willst du das nicht und dafür lieber einen Hohlraum für das Teelicht, benötigst du eine Gegenform aus Kunststoff oder Pappe. Diese drückst du an der gewünschten Stelle in den Beton. Damit die Form dort bleibt, wo du sie haben möchtest, brauchst du ein paar Steine (oder andere schwere Objekte) zum Beschweren. 

Sobald du mit ausgießen fertig bist, musst du Geduld haben. Je nach Betonmasse ist es sinnvoll die Formen einige Tage aushärten zu lassen.  Unser Bastelbeton ist zwar nach drei Stunden schon hart, belastbar aber erst nach zwei Tagen. Lasse den Beton-Geschenke deshalb lieber etwas mehr Zeit!

Schritt 5 – Teelichthalter aus Formen lösen

Ist die Trockenphase vorbei, kannst du die Beton-Elemente aus den Formen nehmen. Hast du diese gut mit Öl vorbereitet, rutscht der Beton beim Umdrehen meist ganz allein raus.

Schritt 6 – Schleifen und Polieren

Abhängig vom Beton und der Form können an den Rändern kleine unschöne Grate entstehen.

Sie sehen nicht schön aus und können dich und Beschenkte beim Berühren leicht verletzen.

Mit grobem Schleifpapier kannst du die Grate einfach entfernen und die Kanten formschön perfektionieren.

Außerdem können bei Beton gewisse Spuren, Linien und Rückstände zurückbleiben wie hier auf dem Foto erkennbar:

Diese nimmst du entweder als kreatives Ergebnis hin oder entfernst sie mit einem Tuch. Das hängt ganz davon ab, welche Ansprüche du an den Teelichthalter stellst und welchen Geschmack du hast ; ) Manche mögen es eher rustikal und natürlich, andere verleihen Beton-Formen mit diversen Feinarbeiten gerne das gewisse Extra.

Schritt 7 – Teelichthalter gestalten

Nach dem Schleifen kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen und die Beton-Geschenke individuell gestalten. Wir haben zum einen dekorative Bänder verwendet und zum anderen Acrylfarbe. Aber auch Vollton- und Abtönfarbe eignet sich zum Streichen von Beton. Beim Kauf der Farben solltest du dich aber stets erkundigen, ob diese für den Untergrund geeignet sind.

Um die Beton-Geschenke etwas raffinierter zu machen, haben wir zunächst die Glaselemente bei den Teelichthaltern blau gestrichen. Das Blau mischten wir dafür mit cremefarbener und blauer Acrylfarbe. Mit Klebeband kannst du gewisse Flächen abkleben und dir das Anmalen des Betons erleichtern. Wir haben beispielsweise eine leichte Schräge abgeklebt und eine dynamische Optik zu erhalten. Aber auch gerade Linie oder Streifen wären denkbar. Im Grunde ist alles erlaubt, was dir gefällt!

Den anderen Teelichthalter haben wir mit dem Wort „Nordlicht“ beschriftet, weil es zum maritimen Charakter und dem Thema perfekt passt. Wir haben das von Hand ohne Vorlage gemacht. Was du dafür brauchst, ist ein feiner Pinsel und eine ruhige Hand ; ) Kleiner Tipp: Zum Beschriften sollte die Farbe nicht zu dickflüssig sein, weil das das Auftragen erschwert. Verdünne sie mit etwas Wasser und es klappt gleich viel besser!

Auch die Schale sollte etwas peppiger wirken. Dazu wurde die Außenseite einfach schräg abgeklebt und anschließend der obere Bereich bemalt.

Auch die Innenfläche wurde weiß, sodass die Schale jetzt etwas filigraner und wohnlicher ist.

Beim Abziehen des Klebebandes etwas vorsichtig vorgehen, damit du die Farbe nicht aus Versehen an manchen Stellen wegreißt. Idealerweise entfernt man das Band bereits nach kurzer Trockenzeit von einigen Minuten noch während die Farbe leicht feucht ist.

Wir finden es generell wichtig, dass der Beton trotz farblicher Gestaltung nach wie vor deutlich zu sehen ist. Schließlich soll man erkennen, dass es sich um Beton-Sachen handelt! Gerade der Beton verleiht den Gegenständen den gewollt rustikalen Look. Eine derartige Schale lässt sich bepflanzen oder mit einem weiteren Geschenk füllen.

Vielleicht möchtest du ein Geldpräsent oder Gutschein überreichen? Mit einem solchen selbst gemachten Beton-Element kannst du derartige Überraschungen gekonnt in Szene setzen und gleichzeitig einen praktischen Alltagsgegenstand überreichen.

Falls du die Teelichthalter und anderweitigen Kreationen lieber völlig natürlich lassen möchtest, ist das natürlich auch völlig in Ordnung. Mit dekorativen Geschenkbändern kannst du die Geschenke dann ergänzen.

Was du nicht tun darfst!

Ungeeignet als Formen sind Dinge aus Glas und Keramik. Denn der Beton verbindet sich in der Regel mit der Oberfläche dieser Materialien. Du bekommst die gegossenen Betonformen dann meistens nur aus den Formen, wenn du die Behälter zerstörst. Es kann aber genauso sein, dass der gewünschte Teelichthalter beim Versuch die Formen zu lösen gleichermaßen kaputt geht. Hinzu kommt, dass das Herauslösen des Beton bei Glas extrem gefährlich ist. Das Glas kann splittern und du könntest dich verletzen. Nimm deshalb ausschließlich Kunststoff und Pappe als Form! Glas solltest du immer nur dann nehmen, wenn du, wie in unserem Beispiel beabsichtigst die Glasformen im Beton zu lassen. Dann ist der Einsatz in Ordnung.

Fazit

Wie du siehst, ist es sehr einfach mit Beton kreative Teelichthalter oder andere Dinge herzustellen. Auch der zeitliche Aufwand hält sich stark in Grenzen, da du den fertigen Beton lediglich mit Wasser mischen musst. Denke aber daran, dass die Formen idealerweise einige Tage aushärten sollten. Beginne frühzeitig mit den Vorbereitungen, damit du deine Geschenke rechtzeitig fertig bekommst. Probiere auch andere Formen aus und lasse deiner Kreativität freien Lauf. Viel Spaß dabei : )

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Ein DIY-Tutorial von Gabriele Klose

Gabriele Klose

Gabriele Klose ist seit 2011 selbstständige Webworkerin und Gesellschafterin der bohnline Medienservice GbR. Seither beschäftigt sie sich hauptberuflich mit der Texterstellung für zahlreiche Unternehmen. Gleichzeitig führt sie mehrere Blogs, darunter das Wohnmagazin wohncore.de. Dort lebt sie ihre Leidenschaft für Do-it-yourself, Dekoration und Ordnung aus. Mit Kreativität entwickelt sie regelmäßig neue Ideen und realisiert sie in individuellen Projekten.

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